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Insgesamt 16 CC- Rider folgten dem Ruf und machten sich ab Donnerstag auf die unterschiedlichste Art und Weise auf den Weg nach Süden.

Das gemeinsame Ziel war es, die mittelalterliche Stadt Rothenburg ob der Tauber im Ansbacher Land zu erreichen. Einige fuhren dabei in zwei Etappen über Rotenburg nach Rothenburg, andere wiederum, gestählt durch Andys Power-Quarktaschen, Non-Stopp zum Ziel. Die Reise ging über wunderschöne kurvenreiche Strecken mit Zwischenstopps bei Händlern in Wiesbaden und Schaafheim, um dann reich beschenkt und schwer beladen mit Harley Devotionalien und Geschmeiden die Reise fortzusetzen.

Wieder andere erreichten Rothenburg „last minute“ mit Ihrer Benzindroschke. Das Schöne? Spätestens ab Freitag trafen sich alle Rider im Hotel „Zum Breiterle“ wieder. Das Hotel selbst ist eine umgebaute Brauerei aus dem 18. Jahrhundert. Ein inhabergeführtes, sehr gemütliches und sauberes Hotel. Inhaber und Mitarbeiter/innen waren extrem zuvorkommend und freundlich. Besser geht es fast nicht.

Am Abend ging es zum Gasthaus „Zur Schranne“ um uns nach der weiten Reise zu stärken.

Danach wurde durch die Stadt gebummelt, an Rathaus und Plönlein vorbei um den Abend am „Landwehr- Bräu am Turm“ bei zünftigem Gebräu und Wein, bei guter Laune und Unterhaltung, auch mit anderen Angereisten und Eingeborenen, ausklingen zu lassen.


Der nächste Tag begann mit einem guten, ausgiebigen Frühstück incl. frei zu wählender frisch zubereiteter „Hühneressenz“ und dem Kaffee und Tobak danach.

So gestärkt ging es dann für viele zu Europas größtem mittelalterlichen Kriminalmuseum. Leider wurden dort einige von uns wegen zu hohen Kubik und Emissionswerten kurzzeitig in
Gewahrsam genommen.

Nach Entrichtung des Eintrittspreises (Kaution) für das Kriminalmuseum und Johanniterscheune kamen wir jedoch wieder auf freien Fuß. Bei Betreten des Museums tat sich plötzlich eine völlig andere, fast vergessene Welt auf. Hier war unfassbares zu sehen und alte Annahmen wurden korrigiert: Die Eiserne Jungfrau (Unterschied zwischen Original und gepimpter Fälschung), K-gürtel und wofür sie wirklich benutzt wurden, verschiedenste vergehensabhängige Schandmasken, Daumenschrauben, Mundbirnen (kein Obst) und sogenannte Halsgeigen (keine Musikinstrumente) bildeten den an Vorstellungskraft kaum zu überbietenden Abschluss.

Alles in allem war es sehr interessant, spannend und kurzweilig. Es beleuchtete einen interessanten Themenbereich, der auch für „Museumsmuffel“ gut aufgearbeitet worden ist.


Um hier, falls sich die Geschichte irgendwann wiederholen sollte, auch ein Wörtchen mitreden zu können, entschieden sich einige CC- Rider zusätzlich zu CC-Rittern geschlagen zu werden.

So geschehen und bekundet am 24. Juli anno Domini 2021. Als rühmendes Beispiel sei hier der Ritterschlag des Harley-Knappen HaJo zu erwähnen. Einst von gewöhnlicher Herkunft, will und soll er fortan „HaJo von Endres Edler von Springer“ (wegen seiner Springergabel ) genannt werden. Vollzogen wurde der Ritterschlag durch König Andy Eisenfaust I. im Beisein des temporären
Er(sat)zbischofs Gerdo von T., des viertel vor fünften.


Danach hieß es sich die Stadt zu erlaufen. Kreuz und quer die kleinen Gassen erkunden, alles auf uns wirken lassen und auch ein paar Sehenswürdigkeiten „abhaken“.

Das Plönlein, der Markusturm, die Stadtmauer nebst Kanonen und vielen anderen schönen Stadt-Ansichten und Attraktionen, von denen jede so aussah, als hätte sie tausend Geschichten zu erzählen, waren die
Belohnung.

Zu diesem Zeitpunkt wurden erste leichte Stärkungen wie Eiskrem und Jochens Schneeball-Geheimtipp dringend notwendig. Nicht zuletzt, um die Feinkostgewölbe der mittlerweile stark
ausgezehrten und erschöpften Körper auf das spätere Abendessen im „Gasthof Greifen“ gut vorzubereiten 

Nach dem Abendessen ging es dann zur Pilsbar „Guckloch“ um sich mit geistigen Getränkenverwöhnen zu lassen.


Kurz darauf ging es von dort aus für die meisten von uns zur lang ersehnten Stadtführung mit Deutschlands berühmtesten Nachtwächter: Hans Georg Baumgartner.

Die Führung verlief wie im Flug: Amüsant, interessant und lehrreich zugleich. Bedeutungen für Dinge wie „Mannloch“, „dem Tag den Garaus machen“ und „Torschlusspanik“ sind für viele von uns nun kein Geheimnis mehr. Der zwischenzeitlich einsetzende starke Regen ließ es leider nicht mehr zu, nach der Führung zu den Pilsbar- Guckloch-Veteranen zurückzukehren. Hier arbeitete Hannes mittlerweile unermüdlich daran (ehrfürchtig bestaunt von den anderen Gästen) einen neuen Flipper Rekord aufzustellen. Trotzdem fand sich später doch noch ein schönes Eckchen im Hotel, in dem sich alle wieder trafen und bei guter Laune den Tag Revue passieren ließen.

Der nächste Morgen begann so angenehm, wie der zuvor. Nach ausgiebigem Frühstück wurde
gepackt und es ging fast geschlossen heimwärts über die romantische Straße und andere schöne Strecken. Vom angekündigten Regen und Unwetter blieben wir entgegen der elektronischen
Wetterfroschprognose verschont.

Die Tour und auch das gemeinsame Wochenende war spannend, interessant und hat allen sehr viel Spaß gemacht. An dem Wunsch vieler Teilnehmer nach einer ähnlichen Fortsetzung werde ich demnächst arbeiten. Denn sicher fragt sich bereits irgendwo ein anderer schöner Ort warum wir noch nicht vorbeigekommen sind.

Harald

23.-25.07.2021 CC- Riders go Rothenburg ob der Tauber

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